Die Zusammensetzung der Gruppenteilnehmer ist recht vielfältig:
- 27 – 67 Jahre
- männliche und weibliche Mitglieder
- Studierende, Berufstätige in verschiedenen Funktionen, Hausfrauen/-männer, Rentner:Innen
- Suchtkranke und Angehörige
- Menschen, die ihre Suchtphase schon lange überwunden haben, und Menschen, bei denen das Suchtproblem noch aktuell ist
Die Vielfalt der Gruppe ist eine ihrer Stärken!
Ablauf eines Gruppentreffens
Wir treffen uns jeden Mittwoch von 18 – 20 Uhr zu einem offenen Gesprächskreis, in dem jede:r jeder sein Thema nach Bedarf einbringen kann. Regelmäßig nehmen wir uns spezielle Diskussionsthemen vor, an denen wir arbeiten wollen. Akute Probleme haben in der Gruppe aber immer Vorfahrt!
Die Teilnehmerzahl pendelt sich in der Regel zwischen 10 und 20 Personen ein.
Unsere Gruppe ist sehr lebendig und aktiv, sodass in den Gesprächen die Zeit schnell um ist. Wir fangen grundsätzlich mit einem “Check-In” an und beenden auch mit einem “Check-Out“.
Die Teilnehmer bestätigen uns oft, dass es wertvolle 2 Stunden für sie waren.
Wir sind eine Selbsthilfegruppe wo jede:r seine Probleme und Fragen einbringen darf aber nicht muss. Mal nimmst du aktiver, mal nimmst du eher passiv teil. Magst du eine Frage nicht beantworten, so kannst du das sagen und wir respektieren das wohlwollend. Wir versuchen mit unseren Erfahrungen einander zu helfen. Allerdings sind wir keine Profis und können und wollen daher auch keine professionellen Institutionen ersetzen.
Es wird aber nicht nur geredet, manchmal machen wir auch Gruppentreffen bei denen wir uns zum Beispiel in Qi Gong oder Yoga üben Yoga üben.
Ergänzend zu unserem wöchentlichen Treffen nehmen wir uns auch mehrmals im Jahr Zeit für ein Tages- oder Wochenendseminar mit professionellen Referent:innen/Moderator:innen.
Wichtig: auch wenn wir ein sehr ernstes Thema bearbeiten, wird bei uns auch gerne mal gelacht. 🙂
Grundregeln
Wichtig sind uns zwei Grundregeln:
- Was wir in der Gruppe besprechen bleibt in der Gruppe! (“Las Vegas Regel”)
- Wir sind alle gleich und kommunizieren auf Augenhöhe.
Es spielt keine Rolle welches Geschlecht du hast, ob du jünger oder älter bist, welchen Beruf du hast, … jede:r bekommt den gleichen Respekt und jede:r ist wertvoll.
In der Gruppe ankommen
Nimm Dir Zeit, wenn du meinst, dass unsere Gruppe Dir vielleicht hilfreich sein kann. Ein entsprechendes Vertrauensverhältnis zwischen den Menschen, sodass man sich auch öffnen kann, benötigt bei jedem seine eigene Zeit. Vielleicht nimmst du am Anfang auch nur als “Zuhörer” teil um das ganze Umfeld kennenzulernen. Das ist vollkommen okay.
Du musst bei uns durch kein “Aufnahmeritual” oder “Assessment” – außer den Treppenstufen soll es bei uns keine Einstiegshürde geben.
Willkommen!
Du bist uns willkommen, die Tür steht Dir offen!
Wenn du uns das erste Mal besuchen möchtest, dann nimm am besten vorher mit uns Kontakt auf.
Ich kam als Angehöriger und wusste nicht mehr weiter, wie ich mit der Situation umgehen sollte. Durch die Gruppe habe ich viel über die Suchtkrankheit gelernt, habe auch viele Menschen gesehen, die aus diesem Sumpf rausgekommen sind und habe viel Unterstützung erfahren.
Ich gehe auch heute, wo kein akuter Unterstützungsbedarf mehr vorliegt, immer noch gerne zu der Gruppe und freue mich auf konstruktive Diskussionen.
Die Gruppe ist für mich sehr wertvoll, ich darf sein wie ich bin, mit all meinen Macken. Ich fühle mich gut aufgehoben, auch wenn ich mal nichts sage, nur da sein darf!
Aus akuter Not bin ich als Angehörige zur Kreuzbundgruppe gegangen. So lange, wollte ich gar nicht bleiben. Jetzt sind es schon 8 Jahre. Ich gehe immer noch gern zur Gruppe, weil ich hier einen offene, helfende, empathische Gesprächsatmosphäre erfahre, immer wieder neue Denkanstöße bekomme und Ermutigung erfahre. Das ist wie eine warme, wohltuende Seelendusche, sehr wertvoll. Ein dickes Dankeschön an diese Gruppe.
Ich hatte Zweifel, ob ich als Angehörige in der Gruppe richtig und dafür nicht vielleicht auch zu wütend auf den Alkohol bin. Aber die Gruppe hat mich in der schlimmsten Zeit so gut aufgefangen, dass ich es zumindest besser durchgestanden habe, als dies ohne Gruppe möglich gewesen wäre. Und oft habe ich mir gewünscht, dass auch meine Angehörige den Weg in eine solche Gruppe gefunden hätte.
